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Entdecke das Unentdeckte

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Hier war ich: Die Sonne schien und wurde auch gleich wieder von Wolken bedeckt, die interessante Schatten auf die Wände der alten, teilweise leeren Häuser zeichneten. Ich hörte das Pfeifen eines weit entfernten Zuges, der begann zu bremsen, einige menschliche Stimmen, die mit jedem Schritt den ich machte leiser wurden. Der Geruch der Stadt wechselte zwischen alten Müllsäcken, die auf den Strassen zurückgelassen worden waren, Hundetoiletten and Küchengeruch der Klimaanlagen, deren Luft auf die Hinterseiten der billigen asiatischen Takeaways geleitet wurde, ab. Der kühle Wind blies durch mein Haar, das nun an meinem Lippenstift hing, wo es klebte und als es begann mich zu stören, wollte ich es wegnehmen, ohne die rote Farbe auf meinem gesamten Gesicht zu verteilen.

 

Fox by Banksy, famous British street artist
Fox von Banksy, berühmter britischer Strassenkünstler
Street art London
Strassenkunst in London

Das war wirklich eine Herausforderung, da ich versuchen wollte zu vermeiden, wie ein Narbengesicht auszusehen, musste ich die Haare irgendwo neben den Lippen erwischen. Dies war beinahe unmöglich, weil ich nicht fühlen konnte, wo die Haare auf meine Lippen wehten. Für diese Tätigkeit musste ich meine Handschuhe ausziehen and so froren meine Hände nach einigen Sekunden ein und fühlten noch weniger, wenn es dazu kam, die Haare in meinem Gesicht zu lokalisieren.

 

 

 

 

 

 

 

 Street art Perth AustraliaStrassenkunst in Perth Australien

Während ich mit diesem Problem beschäftigt war, realisierte ich kaum, dass fast niemand mehr um mich herum war. Nun war ich wirklich in einem Gebiet, das für eine lange Zeit kaum jemals betreten worden war; speziell Touristen würden keinen Fuss auf den Boden setzen, auf dem ich nun herumstrolzierte. Je mehr ich spazierte, desto weniger bewohnt schienen die Häuser und desto weniger schien auf sie geachtet zu werden. Plötzlich verschwanden die Stimmen komplett und das Pfeifen vom Wind, sowie das ferne Rauschen blieb. Auf meiner rechten Seite erschien eine grosse Fläche. Sie war mit braun-grauem Gras bedeckt. Einige Bänke am Rand waren vom Wetter gezeichnet. Der Pfad auf dem ich ging, bog nach links ab und endete in einem Fussgängertunnel, auf welchem die Schienen eines Zuges erraten werden konnten, da sich die Oberleitung in den grauen Himmel streckte.

Je näher ich dem Fussgängertunnel kam, desto mehr verschwand die grau-braune Stimmung. Sie vermischte sich mit einigen Farben und die Farben wurden klarer und abwechslungsreicher. Ich hielt direkt vor, was wie eine Pforte aussah. Mein Mund öffnete sich, mein Genick neigte sich nach hinten, um meinen Kopf dem, über mir liegenden Teil näher dorthin zu bringen, damit meine Augen mehr von diesem fantastischen Blick aufnehmen konnten, der sich nun bot. Ich stoppte. Durch mein Erstaunen dauerte es einige Sekunden, bis ich realisierte, dass ich Photos machen wollte. Filme. Beides. Aber wo sollte ich beginnen?: Auf der rechten Seite? Links? Ich sollte in eine Richtung gehen und auf der anderen Seite zurückkommen, um so viel wie möglich von den fantastischen Bildern, die von Strassenkünstlerrn kreiert worden waren, aufnehmen zu können. Alle Farben waren grossartig geplant und in unterschiedliche Motive geformt worden. Einige brachten mich zum Denken, andere waren einfach nur schön und da um bewundert zu werden.

 

Street art in Munich
Street art in München

Street art in München

Ich spazierte antlang und plante zu erkunden was sich um die Ecke nach der Unterführung befand, um danach umzukehren, damit ich hier draussen nicht verloren ginge. Geradeaus erschien eine weitere Fläche. Sie war von hohen Zäunen umgeben and auf den ersten Blick würde man annehmen, dass es dort nur Müll zu entdecken gäbe. Nach einer genaueren Inspektion konnte festgestellt werden, dass es dort Lieferwägen, Wohnwägen gab, die scheinbar ab und zu bewohnt wurden. Niemand schien nun hier zu sein und ich schaute etwas genauer durch den Zaun: Liebevoll angelegte Gemüse- Blumen- und Kräuterbeete dekorierten den Boden. Alte Autos und andere Fahrzeuge waren wundervoll und mit viel Liebe zum Detail bemalt worden. Einige Sofas und Hängematten, die herumhingen, wiesen darauf hin, dass der Platz gut zur Entspannung genützt wird.

Ich drehte mich um und auf der rechten Seite bot die Wand des Eisenbahndammes mehr diesen künstlerischen Graffiti, von denen ich nun fasziniert war. Eine visuelle Geschichte reihte sich an die andere und jede war genau gesprüht worden. Da war imer noch niemand unterwegs. Niemand vor mir, oder hinter mir. So ging ich den Weg zwischen dem Platz mit der Zwischendurchunterkunft und dem Bahndamm weiter bis er am anderen Ende des eingezäunten Grundstückes nach links abbog. Die Eisenbahn ging geradeaus weiter und da ein anderer grosser Zaun davon abhalten sollte, daran entlang weiterzugehen, endete die Kunst dort. Meine Neugierde endete nicht und so folgte ich weiter dem Gehweg. An einem Punkt war er sehr schmal, eine Wand auf der linken und ein Zaun auf der rechten Seite. Er mündete in Treppen, die über eine Autobahn führten, die an beiden Seiten mit Betonwänden abgeschottet war.

 

Graffiti Australia Perth
Graffiti Australien Perth

Plötzlich erschien jemand von oben und ich war so geschockt, dass die andere Person grinsen musste. Der Weg aus Metallgitter, um die Autobahn zu überqueren, war vollständig mit Stacheldraht überzogen. Es gab einfach nicht die geringste Möglichkeit, sich durch das Hinunterspringen hier umzubringen.

 

Street art in München

Da Graffitikunst zu Ende ging, drehte ich mich um und das nochmalige Betrachten und dadurh Entdecken von Details auf meinem Rückweg, beeindruckte mich noch mehr.

 

Strassenkunst an der Isar

Von diesem Tag an jage ich immer Graffiti nach, wenn immer ich kann, um diese Erfahrung von neu entdeckten und unberührten Plätzen und den Kick von Abenteuer zu bekommen.

Kunst an der Isar

Strassenkunst an der Isar

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